Leben in Berlin: neukölln

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Sauvage: Steinzeit-Restaurant in Kreuzkölln

07.09.11 | Robert Freiberg
Steinzeit, Neandertaler, Sauvage, Restaurant, Berlin
Im Restaurant "Sauvage" ist das Steinzeitalter hochmodern - zumindest was das Essen angeht. Foto: Flickr

Wer schon immer Mal eine Vorstellung davon haben wollte, wie das Essen der Familie Feuerstein geschmeckt hat, findet im Szenekiez Kreuzkölln eine gute Möglichkeit. Denn im kürzlich eröffneten Restaurant "Sauvage" gibt es ausschließlich steinzeitliche Gerichte. Zwar nicht die von Fred Feuerstein heiß geliebten Brontosaurier-Burger, doch dafür jede Menge Fleisch und Fisch sowie Gemüse, Nüsse, Obst und Samen. Eben all das, was den Neandertalern während der Steinzeit zur Verfügung stand.

Das Konzept vom "Sauvage" (franz.: der Wilde) ist nicht nur sehr interessant, sondern auch einzigartig. Schließlich ist das Restaurant in der Pflügerstraße, Nähe Maybachufer, das erste paleolithische bzw. prähistorische Restaurant in Europa, wenn nicht sogar der Welt. Essen wie ein Steinzeitmensch, lautet das[...]

Nowkoelln Flowmarkt: entspannte Schatzsuche am Maybachufer

01.09.11 | Robert Freiberg
Musik, Maybachufer, Nowkoelln Flowmarkt, Flohmarkt, Berlin, Neukölln
Livemusik jeder Art rundet einen Besuch auf dem Nowkoelln Flowmarkt ab. Foto: Flickr

Der "Nowkoelln Flowmarkt" am Maybachufer hat sich zum angesagten Flohmarkt unter Insidern entwickelt und ist auf jeden Fall eine sehr empfehlenswerte Alternative zum Mauerpark. Die Atmosphäre ist entspannter, es gibt Leckerbissen für den Kleiderschrank und Gaumen sowie abwechslungsreiche Livemusik.

Für Flohmarkt-Junkies ist der Mauerpark sicherlich die erste Adresse. Für meinen Geschmack viel zu überlaufen und Freude will bei mir nicht wirklich aufkommen, wenn man als Teil einer gigantischen Herde durch die Reihen gedrängt wird. Da lobe ich mir doch den Nowkoelln Flowmarkt als ruhige Alternative. Auch wenn die Gasse zwischen den Verkaufsständen am Maybachufer im Reuterkiez, wie während des Türkenmarktes sehr eng ist, geht es gesittet zu.

Unter Berlinern, vor allem den Kiezbewohnern im[...]

Türkenmarkt am Maybachufer: orientalisches Shoppingerlebnis in Neukölln

25.08.11 | Robert Freiberg
Türkenmarkt, Wochenmarkt, Maybachufer, Neukölln, Berlin
Handeln und feilschen gehört beim Besuch auf dem Neuköllner Türkenmarkt natürlich dazu. Foto: Flickr

Neukölln ist wohl der schwierigste Bezirk der Stadt. Umso verwunderlich, dass sich inmitten des sozialen Brennpunkts Neukölln-Nord ein angesagtes Viertel entwickelt hat: der Reuterkiez, gern auch "Kreukölln" genannt, ist längst nicht mehr öde und dunkel, sondern absolut hip. Ein besonderes Highlight in diesem Kiez ist der Wochenmarkt am Maybachufer, der (vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß) einfach nur Türkenmarkt genannt wird. Besucher dürfen sich auf einem Ausflug in die orientalische Küche freuen. Doch neben Obst, Gemüse und Gewürzen hat der Türkenmarkt noch viel mehr zu bieten.

Eins vorweg: Wer klaustrophobisch veranlagt ist, wird in der engen Gasse am Maybachufer zwischen Kottbusser Damm und Schinkestraße seine liebe Mühe und Not haben. Denn die Gasse zwischen den rund 150 Händlern[...]

Skaten in Berlin: Die Top 3 der Skaterstrecken

01.06.11 | Robert Freiberg
Inlineskating, Skates, Skaterstrecken, Berlin, Tipps, Inliner
Skates anschnallen und los geht's. Skaten in Berlin macht viel Spaß. Foto: Flickr

Inline Skaten macht Spaß und hält fit. Überall sieht man Skater auf ihren Rollen durch die Stadt düsen. Sei es, um einfach nur schneller von A nach B zu kommen oder um etwas an der Bikinifigur zu arbeiten. Falls auch ihr Lust auf eine Runde Inline-Skaten habt, findet ihr im Folgenden die Top 3 der schönsten Berliner Skaterstrecken.

Kronprinzessinenweg "West Krone" (Charlottenburg)

Der Klassiker fürs Skaten in Berlin. 4 km glatter Asphalt parallel der Avus im Grunewald bieten sehr gute Bedingungen für den rollenden Spaß. Die Straße ist für den Autoverkehr gesperrt, doch gerade am Wochenende ist mit vielen Skatern und Radfahrern zu rechnen. Start und Treffpunkt ist der Parkplatz Hüttenweg (Autobahnausfahrt Hüttenweg, S-Bhf. Grunewald)

Neue Späthstraße A113 "Ost Krone" (Neukölln)

Die[...]

Freiluftkino Hasenheide 2011: Besonderer Filmspaß unter freiem Himmel

16.05.11 | Robert Freiberg
Freiluftkino Berlin, Hasenheide, Neukölln, Open Air, John Travolta
Kino unter freiem Himmel mit John Travolta. Foto: Flickr/Phillie Casablanca

Wer jetzt schon die Planungen für kommende laue Sommernächte vorantreiben will, sollte einen Besuch im Freiluftkino mit einplanen. Die Auswahl an Open Air Kinos in Berlin ist ziemlich groß, wobei die Hasenheide nicht nur für jeden Filmfan ein absolutes Muss ist.

Denn das Freiluftkino Hasenheide in Neukölln ist DAS Berliner Open Air Kino schlechthin und für die meisten die erste Adresse für den Filmgenuss unter klarem Sternenhimmel. Ab 1. Juni 2011 wartet auf die Besucher ein täglich wechselndes Programm. Gezeigt werden Kunst- und Kultfilme sowie ausgewählte Mainstream-Filme und Highlights aus dem letzen Jahr.

Der Eintritt kostet 6 Euro, für Überlänge ab 120 Minuten werden 7 Euro fällig. Wer etwas Geld sparen will, kann sich für die Freiluft Kino-Saison gleich eine 10er Karte für 50 Euro[...]

Hüttenpalast: Hotel für Indoor-Camping mit Wohnwagen und Holzhütten

13.05.11 | Robert Freiberg
Hotel, Neukölln, Wohnwagen
Wohnwagenromantik und Hüttenzauber im Hotel Hüttenpalast. Foto: Hüttenpalast

Berlin ist um ein verrücktes Hotel-Café reicher. In Neukölln hat im Hinterhof einer ehemaligen Staubsaugerfabrik der "Hüttenpalast" eröffnet. Hier können Abenteurer praktisch im Kiez campen und dabei zugleich Kunst und Kultur ideal kombinieren.

Auf rund 200 qm stehen kleine Wohnwagen und Holzhütten bereit, die als etwas ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit gemietet werden können. Die Betreiber, Sarah Vollmer und Silke Lorenzen, vergleichen das ganze als "Indoor-Camping".

Die Wohnwagen und Hütten wurden dabei von internationalen Künstlern gestaltet, die in Neukölln leben. Und wie es sich für einen richtigen Camping-Urlaub gehört, stehen im "Vorgarten" vor den kreativen Unterkünften Tische und Stühle. Dort können die Gäste essen oder mit anderen Besuchern plaudern. Eine Übernachtung im[...]

"arm und sexy" - antikes Trödeln im Reuterkiez

26.03.10 | Robert Freiberg
Ich mag es lieber modern. Vor allem in meinen heimischen vier Wänden hat Nostalgie nicht wirklich viel verloren. Das betrifft natürlich auch mein Geschirr. Anders denkende sollten sich mal den antiken Trödel-Geschirrladen „arm und sexy“ zu Gemüte führen. Da werden Erinnerung an Omas Kaffeeservice wach.

In Berlin lässt es sich vorzüglich shoppen. Überall lauern kleine Fachgeschäft die mit ausgefallener Ware auftrumpfen. Doch meist zu einem teuren Preis. Das ist bei „arm und sexy“ anders. Denn hier findet ein jeder der auf der Suche nach Kaffee-Geschirr im Oma-Style ist, genau das Richtige und das zu einem fairen Preis.

Ob Tassen, Teller oder Kannen von WMF, Arzberg oder Melitta: Die Ladenbesitzerin Claudia Simons hat in ihrem kleinen aber edlen Trödelladen alles im Angebot. Die Preise sind ähnlich wie auf einem Trödelmarkt und die Ware in einem super Zustand. Einzelteile sind für 1 bis 20 Euro zu haben, ein ganzes Service gibt es dagegen schon für 20 bis 50 Euro. Ich wurde bei meinem Besuch zwar nicht fündig, aber für Liebhaber ist der Laden eine echte Empfehlung.

Dabei findet man aber[...]

Nord-Neukölln: Szenebezirk? Nein danke!

22.03.10 | Robert Freiberg
Trotz schlechten Image hat sich Neukölln zum Szenebezirk gemausert. Vor allem Nord-Neukölln ist stark im Kommen und entwickelt sich mehr und mehr zur beliebten Wohngegend. Im Kiez ist nicht jeder glücklich über diese Entwicklung.

In Sachen Szeneviertel genossen in den letzten Jahren Prenzlauer Berg und Friedrichshain-Kreuzberg eine absolute Vormachtstellung. Ob Großstadtjuppie oder Künstler mit alternativem Schlag, wer in sein wollte, zog in diese Gegend. Doch ähnlich wie in der Modewelt gibt es auch auf dem Wohnungssektor immer wieder neue Entwicklungen und Trends. Und in diesem Zusammenhang gilt jetzt Nord-Neukölln als der neue Szene-Bezirk.

Auf den ersten Blick nicht die schlechteste Entwicklung. Schließlich gilt der Kiez mit seiner hohen Ausländer-, Arbeitslosen- und Kriminalitätsquote eher als sozialer Brennpunkt. Böse Zunge betiteln Neukölln auch gerne mal als das Berliner Elendsviertel. Natürlich lassen sich diese Merkmale nicht von heute auf morgen wegwischen. Aber trotz des schlechten Rufes ist vor allem[...]

Stadtbad Neukölln – unterschätztes Wellness-Paradies

12.02.10 | Robert Freiberg
Entspannung und Neukölln? Auf den ersten Blick beißt sich da was. Verbindet man doch mit dem Kiez eher Gewalt und Kriminalität. Doch Neukölln kann auch ganz anders. Dem herrlichen Stadtbad sei Dank.
Stadtbad Neukölln
Stadtbad Neukölln - außen pfui innen hui. Foto: Wikipedia by --S

Im Sommer wurden die Sanierungsarbeiten des im Jahre 1914 eröffneten Stadtbad Neukölln beendet. Klar, dass ich als Wellness- und Entspannungs-Fan auf Anraten einiger Freunde die Gegebenheiten unter die Lupe nehmen wollte. Und eins vorweg: das Stadtbad Neukölln ist wohl das unterschätzteste Sauna- und Schwimmbad-Paradies in Berlin.

Natürlich trifft man im Inneren der Anlage schnell auf gängige Kiezklischees, mit denen Neukölln immer noch zu kämpfen hat. "Wertgegenstände bitte nur im Gastumkleidebereich in den Schließfächern einschließen" ließ bei mir via Warnschild erstmal Zweifel aufkommen. Doch die wichen schnell einer aufkommenden Begeisterung.

Im wahlweise kleinen (Beckenlänge 19 m) oder großen (25 m) Schwimmbecken wird man schnell von der neoklassischen Architektur des Bades[...]

Fast Food Spezial

29.12.09 | Lélia Weiß
In der Berliner Eigendynamik wird Qualität auch ohne Markenname, Werbung oder griffige Produktnamen bekannt. Das zeigt das Beispiel des türkischen Imbiss-Restaurants „Gel Gör Inegöl“ zwischen Kreuzberg und Neukölln.

Das unauffällige äußere Erscheinungsbild lässt kaum darauf schließen, dass die Imbissbude am Kottbusser Damm für viele die erste Anlaufstelle beim schnellen Hunger ist: Eine rote Zeltplane schützt die Raucher am Eingang vor der Kälte, drinnen sechs Tische, eine Theke. Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Namensschild über der Tür durch eine wenig Appetit machende Speisekarte ersetzt, die sämtliche Gerichte als Fotografien zeigt. Es gibt Köfte, Cöp Sis, Adana oder Halloumi - für den deutschen Gast unaussprechliche und nichts sagende Begriffe, die kaum zu erkennen geben, was sich hier an Geschmackserlebnissen offenbart.

Das Essen im Köfteci (sprich: Köftetschi), wie der Imbiss auch genannt wird, ist aber keineswegs nur in der türkischsprachigen Bevölkerung beliebt. Der Laden ist voll zu[...]

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