Leben in Berlin: wedding

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AKKO: Göttliches Halloumi an der Pankstraße im Wedding

10.10.11 | Linda Meier
Halloumi, Wedding, Akko
Neben leckerem Halloumi gibt es im Akko auch noch schwarzen Tee zum nippen. Sehr lecker. Foto: Pixelio.de

Ein arabisches Essen ist bestimmt so ziemlich das gesündeste Essen und vor allem das gesündeste Fastfood, was man so auf die Hand bekommen kann. Auch gibt es mittlerweile an jeder zweiten Ecke ein Fallafelsandwich oder ein Halloumi zu genießen. Die Frage wäre dann bloß an welcher Ecke. Bekanntermaßen hat Berlin viele von ihnen und welcher Laden nun der Lieblingsladen wird, hängt meist auch davon ab, wo er sich befindet. Wenn ich nach der Arbeit etwas essen möchte, jedoch keine Zeit zum kochen habe - aber noch auf dem Nachhauseweg bin, fällt mir immer was Leckeres ein.

Man könnte also sagen, dass der Lieblingsaraber, genauso wie alle anderen Die Masse an Multikulti-Köstlichkeiten in Berlin kann nicht nur nach ihrer Qualität des Geschmacks beurteilt werden, sondern auch, wie sie zu den[...]

Frühstück von mir für unbekannt und umgekehrt - Die Frühstücker im Wedding

05.07.11 | Linda Meier
Wedding, Frühstück, DieWeddingfrühstücker
Beim gemütlichen Frühstück lässt es sich gut plauschen. Der ideale Weg interessante Menschen aus dem Wedding kennenzulernen. Foto: Pixelio.de

Es scheint am Wochenende einem Volkssport zu gleichen. Ich rede vom Frühstücken – oder vom Brunchen, wie manche Spätaufsteher es lieber bezeichnen würden.

Die Stadt ist am Samstag und am Sonntag voll von Menschen, die sich zum Frühstücken verabredet haben. Meist kennen sich die Leute jedoch, außer man wird zu einer größeren Frühstücksrunde mitgenommen. Und genau das kann man jetzt selbst regulieren, ohne es dem Zufall zu überlassen. In Wedding treffen sich die Weddingfrühstücker. Entweder eine Gruppe von Leuten oder eine einzelne Person ist Gastgeber. Es wird angesagt, was mitgebracht werden soll, ob alles vor Ort ist oder gegen eine kleine Spende zu haben ist. Klingt alles ganz unkompliziert – ist es auch. Organisiert wird das Ganze über eine Facebook-Gruppe. Einfach mal auf Facebook[...]

Erzählcafé im Wedding

04.07.11 | Linda Meier
Wedding, Kultur, Events
Regina Scheer im Erzählcafé mit dem Schauspieler und Sänger Stephan Gantralyan. Foto: L. Meier

Im eigenen Alltag ist man meist von einer bestimmten eher begrenzten Anzahl von Menschen umgeben. Begegnungen, in denen man andere Menschen, andere Kulturen und etwas ganz Neues kennen lernt, sind eher selten. In Berlin gibt es daher verschiedene Projekte, die sich den Austausch, die Kommunikation und den Perspektivenwechsel zum Ziel gemacht haben. 

 

Die Schriftstellerin Regina Scheer leitet seit drei Jahren das Erzählcafé im Wedding. Von der Straße her kaum sichtbar, eröffnet sich ein wunderschöner Raum mit großen Fenstern und genügend Platz für einen munteren Tanzabend, wenn man sich denn in den Hinterhof hineinwagt. Hier, im Bürgersaal der Berliner Baugenossenschaft, finden regelmäßig die Veranstaltungen des Erzählcafés statt. Frau Scheer lädt spannende Persönlichkeiten aus dem[...]

Abermals die Grünthaler – Diesmal: Das süße Café

26.06.11 | Linda Meier
Café, Wedding, süße Café
Das süße Café von Innen. Foto: L. Meier

Ich hatte ja schon mal von der Grünthaler berichtet und wie diese Straße meiner Meinung nach ein Hort der Gentrifizierung im Wedding ist. Ich hatte über das "F" berichtet. In dem selben Beitrag hatte ich auch schon angedeutet, dass das "süße Café" neben an vom "F" eindeutig mit von der Partie ist. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt noch nie wirklich Gast im süßen Café gewesen, da ich es meist erst recht spät am Abend in die Grünthaler geschafft hatte. Also habe ich mich an einem Wochenende mit Freunden zum Waffelessen im süßen Café verabredet.

Das süße Café wird von einer sehr netten jungen Amerikanerin betrieben, die zwar (noch) nicht im Wedding wohnt, diesem Stadtteil aber offensichtlich ein wenig verfallen ist.

Das Café selbst ist sehr liebevoll eingerichtet und obwohl es recht[...]

Die schönste Ecke im Wedding

03.06.11 | Linda Meier
Wedding, Bar, Café
Bezaubernd - das Amtsgericht in Berlin Wedding. Foto: Wikipedia

Der Wedding hat viele Ecken, die immerzu "Ey, wat wills' du'n hier?" zu schreien scheinen. Er ist rotzig und frech und viele lieben ihn dafür, dass er so ehrlich ist. Doch hat der Wedding auch seine zarten Seiten. Wunderschöne grüne Inseln hier und da, verträumte Straßenzüge und schöne, stattliche Bauten. Gerade die Mischung macht den Wedding so attraktiv. Der Stadtteil zeigt sich mit seinem Charakter wie ein Stück Rhabarberkuchen, süß und sauer.

Das Amtsgericht im Wedding ragt schon vom U-Bahnhof Pankstraße klar sichtbar und raumnehmend in den Bezirk hinein. Tritt man näher heran, taucht plötzlich eine kleine Parkanlage vor dem Amtsgericht auf. Alles zusammengenommen wirkt das Ensemble wie das Schloß einer englischen Grafschaft. Doch so alt ist das Gebäude gar nicht. Das Amtsgericht wurde[...]

Sag mir eine Bar mit "F"...

23.05.11 | Linda Meier
Café, Bar, Wedding, Fos
Das Fos, wenns richtig voll ist. Damals noch mit Gerüst. Doch die Zeiten sind vorbei. Foto: Fos

Die Gentrifizierung des Wedding schreitet voran. So die immer wieder hörbare Aussage, wenn man sich im Kiez genauer umsieht...Und tatsächlich, es gibt hier und da kleine Anzeichen, die diese Aussage nach all den Jahren der Spekulation ("Der Wedding, der wird bestimmt der nächste Szenebezirk!") nun auch in der Realität unterstreichen können. So gibt es in der Grünthaler Straße eine Bar (das Fos), ein kleines süßes Café (was genauso heißt: Süßes Café) und ein weiterer Laden ist wohl in Arbeit. Die Analogbar neben dem Amtsgericht wäre ein weiteres Beispiel zum Gentrifizierungsprozess im Wedding.

Doch bleiben wir mal beim Fos - von den Stammgästen auch liebevoll als "F" bezeichnet:

Das F ist aus der Überlegung der beiden Barbetreiber heraus entstanden, die sich eines Abends die Frage[...]

Das weltweit erste Anti-Kriegsmuseum

20.05.11 | Linda Meier
Pazifismus, Wedding, Anti-Kriegsmuseum
Der erste Standort des Antikriegsmuseums in Berlins Mitte. Foto: Deutsches Bundesarchiv, Köhler

Im Wedding steht ein kleines unscheinbares Haus, welches eine turbulente Geschichte in sich birgt, die man von außen nicht vermuten würde. Es ist das Haus, in dem das von dem Anarchopazifisten Ernst Friedrich 1925  gegründete Anti-Kriegsmuseum nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. (Zuvor hatte es seinen Platz in Berlins Mitte in der Parochialstraße.)

Friedrich hatte sich schon früh gegen den Militarismus und die willkürliche Gewalt engagiert und 1924 ein Buch mit dem Titel "Krieg dem Kriege" herausgegeben. In diesem Buch versammelten sich all die Gräueltaten und Gewaltakte des Ersten Weltkriegs in Bildern; sie sollten den Betrachter zu einer kritischen oder ablehnenden Haltung gegenüber dem Krieg befähigen, was damals durchaus nicht selbstverständlich war.

Mit einer Geldspende konnte er[...]

Kiek ma den Kiez an - Nächste Ausfahrt Wedding

17.05.11 | Linda Meier
Nächste Ausfahrt Wedding, Exrotaprint, Radtour
Nächste Ausfahrt Wedding: Bei einer Tour im ExRotaprint. Foto: L. Meier

Wie lernt man seinen Stadtteil am besten kennen? Genau. In dem man durch ihn hindurchstreift, flaniert, sich Dinge genauer ansieht und diese Beobachtungen mit den Beobachtungen anderer Menschen vergleicht. Selbst wenn man schon Jahre lang Bewohner in einem Kiez ist und meint schon jede Ecke zu kennen, kann man doch noch Dinge erfahren, in die man vorher keinen Einblick hatte. Ein Tourguide, der einem die örtlichen Besonderheiten nahe bringt, wäre hier von Vorteil. Und so sieht sich das Projekt "Nächste Ausfahrt Wedding" als ein Vermittler zwischen interessierten Bürgern und dem sich stets verändernden Wedding.

Auf geführten Touren, die meist mit dem Fahrrad bestritten werden, kann man sich den Wedding näher bringen lassen und verbringt 1,5-3 Stunden, je nach Tour, zu einem bestimmten Thema[...]

Mieteremanzipation - Das ExRotaprint

17.05.11 | Linda Meier
Wedding, Architektur, ExRotaprint
Auch architektonisch wertvoll: Ein wunderschöner Gebäudekomplex vom ExRotaprint Foto: L. Meier

Mit den Jahren wird die Miete immer teurer in der Hauptstadt. Egal ob boomender Szenebezirk oder einer, der nur langsam in den durchschnittlichen Mietspiegel Berlins hineinwächst, die Mietsteigerung betrifft sie alle. Umso spannender sind Projekte, die sich dagegen wehren, dass mit Grund und Boden Spekulation betrieben wird. Das ExRotaprint im Wedding ist ein erfolgreicher Versuch von Mietern und engagierten Menschen, einen bezahlbaren Lebensraum mit Entfaltungsmöglichkeiten zu erhalten.

Rotaprint war vor den modernen Druckern lange Zeit mit seinen Druckmaschinen sehr erfolgreich und konnte sich im Wedding ein relativ großes Gelände zusammenbauen lassen. Doch als die Firma die Zeit der Elektronisierung von Druckmaschinen nicht mit machen wollte, musste sie wohl oder übel untergehen.

Das[...]

Kamine & Wein in Wedding

08.04.11 | Linda Meier
Weinlokal, Kamine, Wedding
Viele Weine zur Probe, bis man den richtigen findet. Foto: pixelio.de

Das Kamine & Wein ist ein gemütlicher zusammengewürfelter Laden. Nichts zu aufregendes für Berlin. Aber es gibt gute Weine. Vor allem auch sehr viel Auswahl und welche, die nicht allzu teuer sind und trotzdem sehr gut munden. Man darf bei der Auswahl der offenen Weine auch erstmal herzhaft probieren, bis man den Wein hat, der ganz dem eigenen Geschmack entspricht. Sicherlich kann man sich auch auf Empfehlung eine bestimmte Flasche Wein zum trinken öffnen lassen und auch das ist hier nicht so teuer, wie in manch anderem Weinläden. Möglicherweise mag es daran liegen, dass der Laden dort zu finden ist, wo man gerade kein Weingeschäft oder ein Weinlokal vermuten würde – nämlich auf der Wollankstrasse – kurz vor der Osloer.

Das andere Standbein des Kamine &Wein ist der Verkauf von Kaminen, wie[...]

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